Lieber …. Freund

Lieber …,

wenn es dir mal nicht gut geht, du in einer Krise steckst, einsam bist, die Gesundheit nicht so funktioniert wie Sie soll, innerlich total unruhig bist oder sogar in Not steckst, möchte ich dich bitten, dass du eine (Lebens-)Frage nicht verdrängst bzw. du Sie dir doch hin und wieder stellst:

Gibt es vielleicht doch einen Gott?

Freundschaft:

Was wäre ich für ein schlechter Freund, wenn ich ganz genau wüsste, dass das Leben noch wo anders weiter geht und ich dieses Geheimnis nicht mit dir geteilt hätte?

Nach diesen spätestens 80 bis 100 Jahren auf dieser buckligen Welt, wenn unser Apparat aufhört zu schlagen und wir sterben, ich dann ewig weiter leben dürfte – und du keine Chance hast, weil ich es dir verschwiegen hätte?

Zeichen:

Du sagst, einen Chef kannst du anfassen, du kannst Ihm die Hand schütteln. Aber ist das der Grund, um Gott kategorisch auszuschließen?

Es gibt unglaublich viel, was du nicht anfassen oder sehen kannst, aber ganz genau weißt, das Sie existieren. Liebe, Hunger, Schmerz, Träume (die nächtlichen mein ich).

Strom kannst du auch nicht sehen – an seine Existenz glaubst du trotzdem, weil du die Auswirkungen sehen kannst.

So gibt es auch vieles, was auf einen Gott und Schöpfer hinweist. Unabhängig jetzt mal davon, dass der Kosmos, die Welt, die Natur und der Körper absolut nur deshalb so gut funktionieren, weil alles einer klaren Ordnung unterworfen ist, möchte ich einmal die geistliche Perspektive mit einbringen.

Wenn du ehrlich reflektierst, wirst du feststellen, dass du ganz viele Dinge tun musst – nicht, weil Sie jetzt essenziell lebensnotwendig sind, sondern weil du innerlich einen Drang verspürst, der dich nicht loslässt. Ein gewisser Druck ist da, der es dir nicht ermöglicht guten Gewissens etwas einfach sein zu lassen. Oder umgekehrt – du tust Dinge, wo innerlich dein Gewissen dir sagt, das es womöglich nicht richtig ist bzw. nicht der ursprünglichen und natürlichen Ordnung entspricht. Und trotzdem kannst du es nicht lassen.

Wenn dem nicht oder wenig so ist, dann hast du dein Gewissen schon ordentlich zum Schweigen gebracht – da sage ich dir als Freund, STOPP. Bevor es zu spät ist.

Mein persönliches Angebot und eine Bitte:

Wenn es dir mal schlecht geht oder du in einer schlimmen Krise steckst, darfst du gerne mich kontaktieren. Selbst wenn du nicht konkret werden möchtest, kannst du mich darum bitten, dass ich zu Gott für dich oder gern auch mit dir bete.

Ich persönlich mag dich sehr und möchte daher dich auch in der Ewigkeit nicht vermissen. Darum bitte ich dich, der oben genannten Frage irgendwann einmal auf den Grund zu gehen. Wenn es dir schlecht geht, gerne aber auch schon früher.

Liebe und herzliche Grüße

Andi

PS: Ich werde dieses Thema nicht mehr ansprechen. Aber es war mir nochmals wichtig, weil DU mir wichtig bist.


Kommentare

Ein Kommentar zu „Lieber …. Freund“

  1. Lieber Andi,

    deine Worte sind sehr ehrlich und spürbar aus einem Herzen geschrieben, dem andere Menschen wirklich wichtig sind. Das merkt man in jeder Zeile. Gerade dieser Gedanke von echter Freundschaft – jemanden nicht nur im Hier und Jetzt zu begleiten, sondern auch über das Leben hinaus an ihn zu denken – ist etwas sehr Wertvolles.

    Ich glaube auch, dass viele Menschen diese Frage nach Gott tief in sich tragen, selbst wenn sie sie manchmal verdrängen. Oft zeigt sie sich genau in den Momenten, die du beschreibst: in Krisen, in innerer Unruhe oder wenn das Leben uns still werden lässt. Dann wird aus einer theoretischen Frage plötzlich etwas sehr Persönliches.

    Besonders stark finde ich deinen Gedanken zum Gewissen. Dieses leise „Innere“, das uns manchmal zieht oder warnt, lässt sich schwer erklären – aber fast jeder kennt es. Für mich ist das tatsächlich einer der Punkte, an denen Glaube greifbar wird, auch wenn man Gott nicht sehen kann.

    Und dein Angebot, einfach da zu sein und für andere zu beten, ist vielleicht das Schönste an deinem Text. Es zeigt, dass es dir nicht ums Überzeugen geht, sondern um echte Nähe und Mitgefühl.

    Ich denke, genau so entstehen oft die wichtigsten Impulse im Glauben: nicht durch Druck, sondern durch Liebe, Geduld und echte Begegnung.

    Alles Gute dir und danke fürs Teilen deiner Gedanken. 🙏

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